Sonntag, 27. April 2014

Zweiter und letzter Besuch meiner Familie in Wales!

Nicht lange nach meinem Überraschungsbesuch Zuhause in Freiberg haben sich meine Familie und mein Onkel noch einmal auf den Langen Weg nach Wales gemacht. Mit dem Auto ging es für sie bis nach Cardiff, wo sie mich aufsammelten. Am Donnerstag letzter Woche waren noch Freunde aus Österreich bei mir, welche zufällig grade eine Reise durch Großbritannien gemacht haben. Also hatten sie sich dann auch noch bis nach Cardiff aufgemacht um mich hier in meiner Gastheimat zu besuchen. Am Abend haben wir uns dann mit meiner Familie im Hotel getroffen. Am nächsten Tag ging es dann für uns weiter in den Norden von Wales. In einem kleinen Ort an der Küste hatten wir ein kleines, schön eingerichtetes, alt walisisches Ferienhaus gemietet. 
Die Tage sind wir viel durch den Norden gereist. Wir haben viele alte Städte besichtigt und vor allem haben uns viele alte Burgen und Burgruinen angezogen. Auch die Landschaft konnten wir genießen, da das Wetter bis zum Ende gut mitgespielt hatte. Wir waren des öfteren am Strand, haben Boccia gespielt, in der Sonne gelegen und wir waren auch schon im Atlantik anbaden! Das Wasser war wie erwartet sehr kalt, aber da es sehr generell sehr warm war hat man es ausgehalten und es war sehr erfrischend. Wir hatten sehr schöne 8 Tage und wir haben die Gemeinsamkeit genossen. Vorgestern sind wir direkt nach Cardiff gefahren, waren noch einmal in der Stadt schön essen und haben dann noch einen schönen letzten Abend im Hotel verbracht. Gestern Morgen ging es für die vier dann wieder zurück nach Deutschland und für mich wieder nach Barry.
Der Abschied war wie immer nicht leicht, aber da wir ja wussten dass wir uns schon bald wieder sehen werden! Es sind nun nur noch weniger als 50 Tage, das heißt, dass ich schon 5/6 hinter mir habe. Ich werde nun am 13. Juni wieder zurück nach hause fliegen, wenn man es so sieht ging es doch irgendwie sehr schnell um! 

Immer auf Motivsuche 

Anreise durch die Berge

Buntes Leben

In der Frühlingssonne sitzen

Rundwanderung auf der Stadtmauer von Conwy

Conwy Castle

Klippenkühe

Wundervoller Sonnenuntergang in Trefor

Bocciameister Wales 2014: Kolja

Abschiedskaffe im Garten

Besser als im Reiseführer

Dienstag, 8. April 2014

Überraschungsgast zur Jugendweihe meines Bruders!

Schon seit langer langer Zeit steht die Geheimmission "Fledermaus". Mein Vati und ich haben das alles zusammen ausgefressen. Es war geplant dass ich für die Jugendweihe meines Bruders, als Überraschungsgast, am Wochenende vom 5. April nach Hause komme. Und so hat es im Großen und Ganzen auch geklappt. 
Ich habe mit der Schule geredet und konnte sogar noch den Donnerstag und Freitag freigestellt werden. Per Taxi, Bus und Flugzeug ging es somit am 3. April von Cardiff über Bristol nach Berlin, wo mich dann ganz pünktlich mein Vati empfangen hat. Wir beide mussten dann noch nach Freiberg fahren und die ersten Überraschen. Es war ein wahnsinnig tolles Gefühl endlich wieder auf deutschem Boden zu sein und deutsch reden zu können, auch wenn mir das am Anfang noch etwas schwer fiel. Das kribbeln im Bauch wurde immer unerträglicher und plötzlich war ich auch schon in Freiberg. Alles kam mir so bekannt vor, trotz den 8 Monaten die dazwischen lagen. Es kam mir vor als ob ich gar nicht weg gewesen bin. 
Mein Vati hat meine Mutti und meinen Bruder dann in ein Restaurant bestellt wo er angeblich mit ihnen treffen wollte. Wir waren vor ihnen da. Als sie zusammen reinspaziert kamen sind sie wie erstarrt stehen geblieben und haben es gar nicht glauben können. Es war ein tolles Gefühl jemandem solch eine Freude zu machen- und die Gesichter, herrlich! Das Essen hat mal wieder richtig gut geschmeckt. Dann habe ich mich nochmal in mein Zimmer gewagt, bevor ich mich dann noch mit einem Freund getroffen habe. Es war schön, seit so langer Zeit mal wieder im eigenen Bett zu schlafen. Doch lange habe ich nicht geschlafen, denn ich war sehr aufgeregt und wollte nichts verpassen. Der Vormittag vom Freitag war sehr vollgepackt. Ich musste noch viele Leute überraschen. Ich habe mich noch in aller Kürze mit ein paar Freunden getroffen, meine Omi und meinen Vati auf Arbeit besucht und etwas Zeit mit Franz verbracht. Dann ging es auf meine Omi und meinen Onkel vom Bahnhof zu holen. Sie haben auch nicht schlecht gestaunt als ich ihnen da auf einmal entgegen kam! Und dann war es so weit, ich war am Bahnhof und wartete mit zitternden Knien auf den Zug aus Gera. Ich wusste nicht wie Joelina reagieren würde, immerhin habe ich sie ja die letzten 3 Monate im Glauben gelassen, dass wir uns erst wieder sehen wenn ich das Jahr hinter mir habe und sie dachte ich wäre immer noch 1000 km entfernt. Plötzlich rollte der Zug ein, mein Herz war kurz davor mir in die Tasche zu rutsche. Dann stieg sie aus, ging ein paar Schritte und blieb dann wie versteinert stehen. "Was machst du denn hier?!", rief sie und lies ihr Gepäck fallen und fiel mir um den Hals. Voller Freude umarmten wir uns lange lange Zeit. Es kam einem alles so unwirklich vor, aber wir waren überglücklich! Dann ging es auf ins Momo wo wir noch einige andere Freunde, die nichts von meinem Besuch wussten trafen. Den Abend haben wir (Joelina, Franz und ich) noch schön gestaltet, indem wir im Schwimmbad waren und Döner gegessen haben. 
Am nächsten Tag war dann Franz sein großer Tag. Mein Opa, der noch ein Tag später angereist ist war von meinem Dasein auch völlig überrascht, aber er hat sie sehr gefreut. Als sich alle schick genug gemacht haben, ging es dann los zu Festlichkeit. Es war mir nur schwer vorstellbar wie ich vor 3 Jahren an Franz seiner Stelle dort auf die Bühne musste. Dann habe ich schöner Weise auch noch eine ehemalige Leherin getroffen, wir haben etwas geschwatzt, aber die Zeit drängte. Die Zeremonie dauerte etwa eine Stunde und dann ging es auch schon gleich zur Feier über. Es wurde der selbe Festsaal gemietet in dem ich damals auch meine Jugendweihe gefeiert habe. Es war toll die ganzen anderen Verwandten und Freunde zu sehen und ich über deren verdutzte Gesichter zu freuen. Dann wurde gefeiert, Franz durfte eine Eröffnungsrede halten und dann wurde sich auf den Kuschen gestürzt. Um diesen wieder abzubauen ging es dann für einen Spaziergang zum Mittelpunkt Sachsens. Wieder angekommen, ging es auch gleich fließend zum warmen Buffet über. Das habe ich noch mehr genossen. Ich habe einen Film über mein Auslandsjahr gemacht und ihn präsentiert. Eine lustige Diashow mit Bildern von Franz Kindheit kam im Anschluss. Dann wurde es ernst für Franz, denn er musste noch zeigen wie gut er überhaupt für das Erwachsenenleben geeignet ist. Somit musste er ein paar Prüfungen bewältigen. Das hat er gut gemeistert! Ich habe mich dann schon so langsam von der Party verabschiedet, da ich noch etwas Schlaf brauchte bevor ich am nächsten Tag wie der die "Heimreise" antreten musste. 
Somit ging es für mich bei Zeiten raus und meine Großeltern haben mich bis nach Berlin an den Flughafen gebracht. Es war schon komisch wie schnell die Zeit vergangen ist. Aber so viel kann ich sagen: Es hat sich verdammt gelohnt um so viele Leute glücklich zu machen und so viele überraschte Gesichter gesehen zu haben!


Der Jugendweihling

Die ganze Gesellschaft

Die stolze Familie


Der Mittelpunkt Sachsens + Wanderlustige

Das Bild musste einfach dazu, weil es so cool ist :)

Samstag, 22. Februar 2014

Ausflug nach Polen/ Auschwitz

Schon eine ganze Weile ist es her, dass mein Tutor (eine Art Klassenleiter) uns gefragt hatte, wer Interesse daran hätte einen Ausflug nach Auschwitz zu machen. Ich habe mich gemeldet aber nicht viel Hoffnung gemacht, denn nur 2 Personen vom ganzen College hatten die Möglichkeit zu gehen. Umso größer war mein Erstauen dann als ich eine E-Mail in meinem Posteingang hatte und mir mitteilte dass ich auserwählt bin. Ich war völlig überrascht und erfreut. Sofort habe ich mich angemeldet und dann ging alles seine Bahn.
Am letzten Sonntag hatte ich dann mein erstes Meeting mit der Organisation "Holocaust Educational Trust" in Cardiff. Es waren insgesamt rund 200 Schüler aus Südwales, jeweils 2 Personen von der selben Schule. Somit waren etwa 100 Colleges pressend. Doch ich war der einzige Austauschschüler. Von den ganzen Leuten kannte ich nur den von meiner Schule aber auch ein paar von den anderen hat man schnell kennen gelernt. Das treffen war dazu gedacht um zum einen uns Details zum Ausflug zu geben und sich schon mal kennen zu lernen und zum anderen um die Schüler über den Holocaust etwas aufzuklären. Für diesen Zweck war eine Überlebende des Holocausts (Eva Clarke) anwesend welche kurz vor Kriegsende, für mein völliges Verblüffen, auf dem Weg vom KZ in Freiberg, wo die Mutter für 3 Monate untergebracht war, nach Österreich in das KZ Mauthausen  geboren ist. Sie hat das Schicksal ihrer Mutter, welche vor 8 Monaten in Cardiff gestorben ist, sehr gut und breit wiedergespiegelt, es war sehr ergreifend. Nach dem Meeting habe ich kurz mit ihr gesprochen und gesagt dass Freiberg meine Heimatstadt, für einen Moment wusste sie nicht was sie sagen sollte weil ich der erste Freiberger war der ihr in ihrem ganzen Leben begegnet ist. Ich habe mich kurz mit ihr unterhalten und mich bedankt.
Am Mittwoch dieser Woche war es dann so weit, wir haben die große Reise angetreten. Da es nur eine Ein-Tag-Reise war war schon um 5 Uhr morgens Treff für uns am Flughafen. Das hieß für mich 3 Uhr ausstehen. Am Flughafen haben wie die ganzen anderen getroffen und dann ging es mit dem Flugzeug, welches die Organisation extra gebucht hatte Richtung Krakau/Polen. Nach einem 2,5 Stündigen Flug, der uns unter anderem über Dresden und Gera geführt hat sind wir gelandet und haben die Reise im Bus fortgesetzt. Der erste Zwischenstopp war auf einem Friedhof, doch dieser war nur etwa 15 Minuten, denn das eigentliche Ziel ist ja Auschwitz. Bald darauf sind wir dann auch in Auschwitz I angekommen. Dort haben wir einen Guide gehabt der und durch das Camp geführt und Informationen übermittelt hat. Die Tour führte und in einzelne Baracken und Ausstellungen. Das aller ergreifendste war die massige Sammlung der abgeschorenen Haare der gefangenen, über 2 Tonnen und das selbe mit Schuhen, etwa 6.000 Paar Kinder- und 80.000 Paar Erwachsenenschuhe. Auch zu der Schießwand und den Gaskammern wurden wir geführt. Dann ging es zurück in den Bus und nach Auschwitz II welches noch 20 mal Größer als Auschwitz I ist. Das war einfach unvorstellbar wie es damals zugegangen sein muss. Unser Guide hat uns noch weiter begleitet und uns auch zu diesem Teil vom KZ Geschichten erzählt. Wir sind zuerst auf den Turm des Eingangstores gegangen. Von dort aus hatte man eine Aussicht über das ganze Gelände und da hat man erstmal gesehen wie riesig das ist. Dann wurden wir in einzelne Baracken geführt. Diese wurden aus Deutschland importiert und dort wieder errichtet, diese waren eigentlich für 38 Pferde gedacht, doch es wurden dort zum Teil 1000 Gefangene untergebracht. In der einen Baracke wo damals die Toiletten waren, waren wir auch drin. Es hat sogar noch etwas danach gerochen, es war alles so zeitnah! Es waren niedere Bedingungen, es haben dort etwa 300 Gefangene zur selben Zeit auf die Toilette gehen können. Dann sind wir entlang den Eisenbahnschienen, über den Platz an den die Selektionen durchgeführt wurden, bis ans andere Ende des Lagers gelaufen. Wir sind an der Ruine einer Gaskammer und einem errichteten Denkmal vorbei, in das Haus wo die Inhaftierten eingekleidet und nummeriert wurden. Zum Abschluss hat der Leiter der Organisation, welcher selbst Jude ist, noch eine Rede an uns gehalten. Ein Satz der mir in Erinnerung geblieben ist, ist: "Wenn Du und Ich, für jeden ermordeten Gefangenen in diesem Camp, nur eine Schweigeminute einlegen würden, dann müssten wir 3 Jahre im Schweigen verbringen." Mit diesem Satz und einer Schweigeminute was es dann auch beendet und jeder aus der Gruppe hat eine Gedenkkerze gezündet und entlang den Bahnschienen platziert. Dann ging es in der Dunkelheit quer durch das Lager zurück zu den Bussen. 
Geradewegs ging es auf den Flughafen und zurück nach Cardiff. Gegen um 12 war ich wieder zurück Zuhause und konnte zum Glück am nächsten Tag ausschlafen- das habe ich auch getan. 

Friedhof

Auschwitz I
Gemeine Propaganda 

Trist und Trostlos

Auschwitz II
Enorme Ausmaße!
Die Baumgrenzen sind das Ende des Geländes 

Bis zu 1000 in einer Baracke
und bis zu 18 Personen auf einer Etage eines Bettes
"Wer auf diesen Schienen Gefahren ist,
hat Auschwitz nicht lebendig verlassen."

Gruppe 4, meine Gruppe

In Gedenken...



Freitag, 14. Februar 2014

Schulausflug und Schnee in Wales

Gestern wurde mir mein freier Vormittag einfach so gestohlen! 
Aber ich will mich gar nicht aufregen, denn es hat sich im Endeffekt doch gelohnt. Also gestern halb 10 war Treff am College. Wir waren pünktlich und kurz darauf ging es auch gleich los. Schulausflüge wie diese werden hier vom Staat finanziert also musste jeder nur einen Pfund für den Bus bezahlen und dann ging es auf Reise weiter nördlich von Cardiff. Auf der Hinfahrt war Stille im Bus, alle waren schläfrig und das trübe Wetter hat einen nur noch viel müder gemacht. Teilweise hat sich doch die Sonne blicken lassen, aber das ist ja hier in Wales bekannterweise immer nur sehr kurzweilig. Schon nach ein paar Minuten ist wieder das gewohnte trübe Wetter zurückgekehrt und auch Regen kam dazu. Erstaunterweise ging aber der Regen in Schneefall über und man konnte teilweise sogar ein paar Schneeflecke sehen. Je länger wir nördlich fuhren und uns vom Meer entfernten, desto mehr Schnee fiel und blieb liegen. Am Zielort, einer alten Bergbaumine, namens "Big Pit", hat sich die gesamte walisische Landschaft auf einmal in weiß gekleidet. Ich wollte es erst gar nicht richtig glauben, denn bei den Temperaturen die hier in Cardiff an der Küste herrschen ist es sich vorzustellen dass es nur 30 km weiter weiß bedeckt ist. Auf jeden Fall haben sich alle gefreut und auch die großen Kinder mussten sich noch mit Schnee bewerfen. Zu aller erst haben wir alle an einer Führung durch den Stollen teilgenommen. Das war interessant, doch hatte wenig mit dem Bergwerk, das ich aus Freiberg kenne zutun. Man musste durchaus manchmal den Kopf einziehen, doch alles in allem war es wesentlich größer. Auch mit dem Unterschied, dass hier kein Erz sondern Kohle abgebaut wurde. Seit den 80er Jahren ist das Ganze natürlich schon außer Betrieb und heute nur noch als Museum zu besichtigen. Unser Führer hatte selbst noch im Bergbau gearbeitet, bis alles eingestellt wurde. Außerdem war er sehr nett und hatte gute Laune- es hat echt Spaß gemacht. Wieder am Tageslicht sind wir in eine Art Ausstellung gegangen und haben uns noch ein Paar weitere Informationen geholt. Danach war unser Besuch auch schon zu Ende, wir haben noch Lunch gemacht und dann die Rückfahrt in die Schule angetreten. Also ob der Tag nicht schon genug geboten hatte, haben wir zu guter Letzt auch noch 3 Stunden Schule gehabt.
Mein freier Tag war somit nichts, aber dafür habe ich mehr von Wales gesehen und neues kennengelernt. 

Falls Ihr in letzter Zeit bei den Unwetterwarnugen und dem Hochwasser was in Großbritannien herrscht an mich denkt, dann danke ich Euch, aber mich betrifft das hier nicht. Es ist nur sehr stürmisch in letzter Zeit und der tägliche Regen nervt aber das ist halt das walisische Wetter.


Museumsanlage Big Bit

Wales im Schnee

Samstag, 1. Februar 2014

Überraschungsbesuch- Bester Freund der Welt!

Es war ein Sonntag wie jeder andere, ich bin aufgestanden und habe mich noch etwas ausgeruht. Bis ich auf einmal einen Skype-Anruf bekomme. Sandro war es, ich habe mir nichts weiter gedacht, weil er mich schon lange mal anrufen wollte. Aber die Verbindung war schlecht also ist es immer wieder abgebrochen. Wir haben es immer wieder versucht. plötzlich ruft meine Gastmutter: "Jacob, come down quickly!" Ich dachte mir nur, "was ist denn jetzt? muss das grade jetzt sein, wir versuchen hier zu skypen!" Dann bin ich unwissend die Treppen runtergegangen und da stand er! Plötzlich einfach so in unserem Haus! Ich habe ihn mit offenen Armen empfangen und mich beschwert dass ich die ganze Zeit von hinten bis vorn verarscht wurde. Aber ich war überglücklich!
Wir haben bei meiner Gastfamilie noch Mittag gegessen und dann ging es mit dem Schienenersatzverkehr nach Cardiff in Sandros Hotel. Ich habe ihm noch etwas die Stadt gezeigt und dann haben wir und noch einen bunten Abend gemacht. Glücklicherweise hatte das gemietete Zimmer sogar zwei Betten, also konnte ich ohne Probleme mit dort schlafen.
Am nächsten Tag hatte ich zum Glück erst ab um 1 Schule also haben wir es auch gut geschafft. Sandro hat mich begleitet und mir in der Mathestunde Beistand geleistet. Nach der Schule sind wir noch durch ein paar Läden in Cardiff und dann nochmal auf sein Zimmer, es gab immer noch viel zu bequatschen. Diese Nacht habe ich Zuhause geschlafen weil ich am nächsten Morgen zeitig ins College musste.
In meiner langen Pause bin ich dann gleich wieder zu Sandro und wir waren erstmal etwas zum Mittag essen. Dann ist er auch an dem Tag mit zu meinem WalshBac unterricht gekommen. Am Nachmittag haben wir dann noch etwas im Hotel gesessen uns den nächsten Tag geplant. Die Nacht habe ich wieder Zuhause verbracht.
Überpackt bin ich am Mittwoch zur Schule gefahren. Aber den Großteil habe ich dann noch vor der Schule bei Sandro abgestellt, denn es war geplant dass ich jetzt die nächsten 3 Tage bei ihm im Hotel bleibe. Nach den ersten 2 Stunden ist er dann auch mit in die schule gekommen und hat sich mit bei Photography reingesetzt. Dann wollte er eigentlich unbedingt an die Klippen, aber der weg bis da hin war weit also sind wir dann doch mit dem Zug nur bis nach Swansea gefahren. Dort sind wir an den Strand und einfach so etwas rumgelaufen. Dann ging es wieder zurück und wir haben uns den Abend noch um Hotel gestaltet und den nächsten Tag geplant.
Am Donnerstag ging es nach einer kurzen Nacht zeitig raus. Mit dem Bus ging es dann außerhalb von Cardiff. Heute stand "Paintball" auf dem Programm. Am Vortag haben wir durch das Internet geguckt und sind auf "Delta Force" in Cardiff gestoßen. Die letzte Bushaltestelle war aber noch 5 km vom dem Gelände entfernt und somit hatten wir noch etwas Fußmarsch vor uns. Nachdem wir das versteckte Gelände gefunden haben, haben wir uns dann auch gleich die Schutzkleidung angelegt. Es war für uns beide das erste Mal. Dann sind auch noch die anderen eingetroffen, es waren noch 12 weitere Mitspieler eingetroffen. Wir wurden in 2 Teams aufgeteilt. Sandro und ich waren zum glück im selben. Dann ging es in die schlammigen Schlachtfelder, die mit Kulissen wie der Berliner Mauer, D-Day oder Russland gestaltet waren. Das ziel war es, natürlich die anderen abzuschießen und selbst so etwas die eine Fahne auf der gegnerischen Seite zu hissen. Es hat Spaß gemacht, doch es war auch manchmal schmerzhaft. Wir mussten dann vorzeitig das Spiel verlassen, da wir ja den langen Weg noch zurück laufen mussten und für mich ging es ja auch noch in die Schule. Wir waren beide völlig durchnässt und ausgepowert. Aber wir haben es noch bis in die Schule geschafft. Sandro hat mich auch mit zu meiner Tutorialklasse begleitet. Den letzten Abend haben wir noch etwas entspannt und gelacht.
Am nächsten Morgen musst ich zeitig raus und wir haben uns dann in meiner Pause getroffen. Wir waren noch etwas essen und dann musst ich auch schon meine Sachen aus dem Hotel holen. Sandro hat sich dann entschieden sich noch etwas in meinen Englischunterricht zu setzten, somit hat er dann an jedem meiner Unterrichtsfächer mal teilgenommen, er war immer sehr willkommen. Als es dann an der Zeit war dass er geht, habe ich meine Lehrerin ganz lieb gefragt und da hat sie mich mal etwas eher gehen lassen. Das hat mich sehr gefreut, so konnte ich ihn noch bis zum Bus schaffen.
Der Abschied was nicht leicht, aber wir hatten eine unglaublich tolle Zeit!
Zusammen in Hotel


Viel Spaß mit der Kamera

Wir wissen nicht ob wir gewonnen oder verloren haben,
aber auf jeden Fall hat es Spaß gemacht!

Auch ich wurde getroffen

Sonnenuntergang über dem Ozean in Swansea



Freitag, 17. Januar 2014

5 Monate- schon die Hälfte geschafft

"...und ehe man sich versieht ist auch schon Weihnachten, Neujahr und dann ist schon die erste Hälfte um."
Das war was uns schon, von Anfang an, bei den Vorbereitungskursen in Berlin und Winchester gesagt wurde. Und sie haben Recht behalten, ehe man es realisiert hat, dass man hier ist, sind die ersten 5 Monate, sozusagen die erste Hälfte, vergangen. 
Es war eine erfolgreiche Zeit, die mir viel Neues geboten und gelehrt hat. Wenn man so an den Anfang zurück denkt, hat man das Gefühl, als ob man von den Erfahrungen her, um 3 Jahre gealtert ist. Man hat einfach so viele Dinge erlebt, mit- und durchgemacht. Man ist so oft durch Dick und Dünn gegangen und hat viele Hürden überbrückt oder ist darunter durch gekrochen. Was ich damit eigentlich meine ist ,dass ich denke, dass ich in einigen Hinsichten wesentlich reifer und  erfahrener geworden bin, ich habe erfahren was es heißt, in schwierigen Situation völlig auf sich selbst gestellt zu sein und selbst Entscheidungen zu treffen. Ich denke dass ich jetzt, schon im ersten Teil, viel für mein Erwachsen-werden und das weitere Leben gelernt habe.

Nochmals danke an alle die es mir ermöglicht haben und liebe Grüße nach Hause. Wenn ihr es nochmal so lange ohne mich aushaltet, dann habt ihr es geschafft. 

Frederik sagt immer so schön: "Wer die erste Hälfte schafft, schafft auch die Zweite!"

In diesem Sinne, auf eine gute zweite Halbzeit!

Samstag, 4. Januar 2014

Besuch von den Liebsten!

Lange Zeit schon, habe ich sie alle vermisst, seit vielen Wochen habe ich mich auf sie gefreut und jetzt endlich waren sie hier um mich in Wales zu besuchen!!
Am 27. Dezember bin ich, natürlich schon früh, aufgestanden und habe meinen Koffer gepackt. Dann ging es auch endlich los. Mit dem Bus und meinem schweren Koffer im Gepäck bin ich nach Cardiff in unser Hotel gefahren. Dort habe ich eingecheckt und dann ging es mit dem Reisebus nach Bristol Airport, um meine Familie, meine Freundin und eine gute Bekannte abzuholen. Da die Abfahrtszeiten ziemlich ungünstig waren musste ich noch für 3,5 Stunden am Flughafen warten. Die Spannung stieg mit jeder Minute. Doch dann endlich, gegen  23 Uhr ,konnte ich alle mit offen Armen empfangen. Mit dem Mietauto ging es zurück Richtung Cardiff. Am Abend wurde zusammengesessen und erzählt. Es war eine lustige Runden und ich war überglücklich.
Nach einer kurzen Nacht haben wir dann alle zusammen die nähere Umgebung, sprich Cardiff, erkundet. Zuerst das Zentrum und dann im Anschluss sind wir nach Cardiff Bay gelaufen und haben uns in einem Café aufgewärmt. Zum Abendbrot ging es Ausländisch essen.
Am nächsten Tag ging es, bei strahlendem Sonnenschein, auf Erkundungstour der Westküste. Eine kleine Wanderung entlang der Steilküste, über einen schönen Strand, bis hin zu einer alten Burgruine hat allen sehr gut gefallen und wir haben das Wetter genossen. Weiter führte uns die Fahrt zu einem anderen Ende der Küste, wo wir dann noch einen Kaffee getrunken haben.
Der nächste Tage gehörte Joelina und mir. Wir sind um Mittag herum in die Stadt gefahren und haben uns durch die Läden gekämpft. Bis Ladenschluss sind wir von einem zu dem anderen Geschäft gesprungen. Doch am Ende des Tages war das Ziel trotzdem nicht erfüllt. Wir waren eigentlich für sie unterwegs, doch am ich ich war der mit den vollen Taschen. Dafür sind wir das dann noch lecker essen gewesen und haben so unsern Tag ausklingen lassen. 
Der letzte Tag des Jahres hat damit begonnen, dass ich meinem Besuch, meine hiesige Gastfamilie vorstellen durfte. Es war ein komisches Gefühl meine Familie auf einmal hier zu haben aber es war schön. Mit Frederik im Schlepptau, sind wir dann am Nachmittag noch in das Landesinnere von Wales gefahren und haben uns noch ein paar schöne Flecke angeschaut. Frederik setzten wir dann an unserem Hotel ab und wir haben uns noch einen schönen Abend gemacht bevor es dann in die Stadt ging. Wir waren beim Inder essen. Im Anschluss sind wir nach Penarth gefahren, von wo wir einen schönen Blick über Cardiff hatten. Am Ende waren wir etwas von dem Feuerwerk enttäuscht, da es nicht sehr besondern und kurzweilig war. Aber dennoch haben wir angestoßen und sind gut in das neue Jahr gerutscht.
Auch diese Nacht war kurz. Wir sind dann, am Morgen, zu einer großen alten zerfallen Burg gefahren und haben uns dort bei eher schlechtem Wetter durchgekämpft. Im Anschluss haben wir mit meiner Mutti noch einen Abschieds-Kaffee getrunken und dann ging es nach Bristol um sie an den Flughafen zu bringen. Abschiede sind nie schön, aber bis jetzt hatte ich ja trotzdem noch den Rest der Reisegruppe. Wir sind wieder ins Hotel und haben uns trotzdem noch einen schönen Abend gemacht. 
Der letzte volle Tag mit den anderen brach an. Wir alle sind gleich am Morgen, an die Küste gefahren und haben bei Ebbe eine Starndwanderung, zu einem alten Schiffswrack, gemacht. Dieser Tag verging besonders schnell. Zum Abendessen haben wir diesmal den Servis unseres Hotels in Anspruch genommen. Der letzte Abend wurde nochmal zusammen verbracht und gespielt. Dann hieß es für alle Koffer packen. 
Am letzten Tag ging es bei Zeiten aus dem Hotel. Noch ein letztes mal in die Stadt. Die beiden Erwachsenen haben sich noch etwas die Stand angesehen und wir drei sind auf Wunsch Einzelner noch einmal für einen Einkaufstrip durch die Läden gezogen. Jetzt konnte ich auch endlich meine Freundin mit einem Shoppingerlebniss glücklich machen. Doch die Stimmung an sich war nicht mehr auf dem Höhepunkt, alle wussten, gleich heißt es auch für uns "Auf Wiedersehen!" Und so war es dann auch. Der Abschied war zwar kurz aber nicht schmerzlos. 
Dann ging es für mich wieder zurück nach Barry und alles war wie immer...


"Begrüßung auf dem Flughafen"


"Vereint"

"Spaß kam nicht zu kurz"

"Besuch bei der Gastfamilie"

"Auf den Spuren Wales"



Ich wünsche noch allen ein frohes und gesundes neues Jahr 2014!